Wie kann ich Jugendliche auf meinen Lehrbetrieb aufmerksam machen?

> Mit Schulen zusammenarbeiten

Bauen Sie Kontakte mit Schulen auf, um auf Ihre Lehrlingsausbildung aufmerksam zu machen (zu Neuen Mittelschulen, Hauptschulen, polytechnischen Schulen, und AHS [Unterstufe]) Durch Kontakte zu höheren Schulen können Sie Schulabbrecher erreichen, die Interesse an einer Lehre haben. Sie können die Jugendlichen direkt ansprechen und auch wichtige Multiplikatoren (Lehrer und Eltern) erreichen.

Bieten Sie Schulen in Ihrer Region an, im Rahmen der Berufsorientierung zu kooperieren. Nutzen Sie Ihre Kontakte zu Schulen (Lehrer, Elternverein etc.) oder die Kontakte Ihrer Mitarbeiter, die Kinder im schulpflichtigen Alter haben.

Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit Schulen:

  • Schulbesuche: Ihren Betrieb, Ihre Lehrlingsausbildung, die Berufschancen und die Weiterbildungsmöglichkeiten vorstellen
  • Schulkassen zu Betriebsbesichtigungen/Betriebserkundungen einladen
  • Berufspraktische Tage (Schnupperlehre) für Schüler anbieten
  • an Elternabenden teilnehmen

> Einen Tag der offenen Tür/Lehrlingsinfotag im Betrieb veranstalten

Beim Tag der offenen Tür können Sie Ihren Betrieb einer breiten Öffentlichkeit vorstellen. Sie können diese Veranstaltung gezielt für die Lehrlingswerbung nutzen. Auch spezielle „Lehrlingsinfotage“ oder „Lehrlingsevents“ ermöglichen Jugendlichen einen Einblick in Ihren Betrieb und die Ausbildung.


> An Berufsinformationsmessen und Branchen- bzw. Aktionstagen teilnehmen

Durch die Teilnahme erreichen Sie viele Jugendliche, die vor der Berufs- und Ausbildungswahl stehen. Sie können dort auch Kontakte zu Lehrerinnen und Lehrern knüpfen und über mögliche Kooperationen zwischen Ihrem Unternehmen und der Schule sprechen.

Möglichkeiten:

  • Regionale und überregionale Berufsinformationsmessen (Termine)
  • Branchentage
  • Aktionstage wie z.B. Girl´s Day/Töchtertag
Girls Day
Berufsinformationsmesse

> Mit der Berufs- und Bildungsberatung und dem AMS zusammenarbeiten

Kontaktieren Sie die Berufs- und Bildungsberatung der Wirtschaftskammern und WIFIs Österreich und das AMS. Geben Sie bekannt, dass Sie auf der Suche nach einem Lehrling sind.

Sprechen Sie auch über mögliche Kooperationen (Vorträge, Abhaltung von Branchentagen etc.).

Was bietet die WKO und WIFI Bildungs- und Berufsberatung an?
Die Fachleute der WKO und WIFI Bildungs- und Berufsberatung bieten professionelle Hilfe bei der Suche nach der passenden Ausbildung. Die Angebote richten sich sowohl an Jugendliche als auch an Erwachsene. Betriebe werden bei der Auswahl ihrer Mitarbeiter unterstützt.


> Lehrstellen ausschreiben

Ihr Stelleninserat ist gleichzeitig auch Werbung für Ihr Unternehmen: Achten Sie darauf, dass es die Aufmerksamkeit der Leser (der Jugendlichen) weckt. Sprechen Sie dieselbe Sprache wie die Jugendlichen, die Sie erreichen wollen. Binden Sie, wenn möglich, auch Lehrlinge bei der Gestaltung Ihres Stelleninserates ein.

Wo Sie Lehrstellen ausschreiben können:

  • Lehrstellenbörsen
  • Anzeigen in Printmedien oder im Internet
  • Anschlagtafeln oder Schaukästen von Schulen
  • Aushänge in Ihrem Betrieb
  • Soziale Netzwerke (z. B. Facebook, Twitter)

> Mundpropaganda nutzen

Je mehr Menschen Sie darüber informieren, dass Sie einen Lehrling aufnehmen, desto größer ist Ihre Chance, interessante Bewerber zu finden.

Möglichkeiten:

  • Informieren Sie Ihre Mitarbeiter und Ihre Betriebsräte.
  • Nutzen Sie Ihre privaten und beruflichen Kontakte (Lieferanten, Kunden etc.).
  • Bringen Sie Plakate und Informationsschreiben auf Anschlagtafeln oder in Schaufenstern an.
  • Legen Sie Folder oder Handzettel im Verkaufsraum auf.
  • Nutzen Sie Ihre Website oder das Intranet.
  • Verschicken Sie ein Rundmail oder nutzen Sie Ihren Newsletter.
  • Nutzen Sie Ihre Firmenzeitung, Ihr Mitarbeitermagazin bzw. Ihre betriebseigene Kundenzeitung.

> Betrieb und Lehrlingsausbildung bewerben

Womit Sie werben können:

Info- und Werbematerialien

Mit Infomaterialien können Sie auf Ihr Unternehmen und Ihre Lehrlingsausbildung aufmerksam machen. Diese können bei Ihren Berufsinformationsmaßnahmen (Schulbesuche, Betriebsbesichtigungen/Betriebserkundungen, Berufsinfomessen etc.) eingesetzt oder breit gestreut werden. Achten Sie darauf, dass die Informaterialien "jugendgerecht" aufbereitet sind.

Mögliche Info- und Werbematerialien:

  • Infomaterialien (z. B. Flyer, Broschüren, Postkarten, Plakate)
  • Lehrlingsvideo/Imagefilm: Stellen Sie Ihren Betrieb und Ihre Lehrlingsausbildung vor.
  • Gebrandete Werbemittel, "Give-Aways" (z.B. Kugelschreiber, USB-Stick, Köpfhörer)

 

Positive Medienberichte

Auch positive Medienberichte steigern den Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens.

Mögliche Medien:

  • überregionale und regionale Zeitungen, Fachzeitschriften
  • österreichweite sowie lokale Fernsehsender/Radiosender
  • Nachrichtenagenturen und Presseverteiler (z. B. APA - Austria Presse Agentur, pressetext.at)

Mögliche Themen:

  • Lehrlingsausbildung allgemein
  • Ankündigung einer offenen Lehrstelle, Einladung zu Recruitingevents
  • Berichte über Veranstaltungen, z. B. Tag der offenen Tür
  • Erfolge bei Lehrlingswettbewerben
  • Auszeichnungen des Unternehmens für die Lehrlingsausbildung, z. B. Staatspreis "Beste Lehrbetriebe - Fit for Future", Staatlich ausgezeichneter Lehrbetrieb, Auszeichnungen von Ausbildern
  • Erfolgsgeschichten von Lehrlingen: erfolgreiche Karrieren im Unternehmen
  • Abschluss besonderer Lehrlingsprojekte, Projekte mit Schulen
  • Berichte über Auslandspraktika

 

Lehrlingswebsite und Web 2.0-Aktivitäten

Geben Sie Jugendlichen die Möglichkeit, sich auf Ihrer Website über Ihre Lehrlingsausbildung und Ihren Betrieb zu informieren. Sie können auch eine eigene Lehrlingsinfowebsite gestalten. Zeigen Sie, was einem Lehrling in Ihrem Betrieb geboten wird. Führen Sie an, wie sich interessierte Jugendliche für die offene Lehrstelle bewerben können.

Sie können auch Web 2.0-Portale wie Facebook, YouTube, Flickr, Blog etc. für die Bewerbung Ihres Betriebes und Ihrer Lehrlingsausbildung nutzen.

Beispiel: Lehrlingsspot von Intersport Bründl


Rekrutierungshilfe: Von der Lehrlingssuche bis zum ersten Lehrtag

Anregungen und Beispiele aus der Praxis