Wie bilde ich meinen Lehrling aus?

> Einen Ausbildungsplan erstellen

Grundlage für die Ausbildungsplanung und -gestaltung ist die Ausbildungsordnung bzw. das Berufsbild. Das Berufsbild ist eine Art „Lehrplan“ für den Lehrbetrieb und zeigt, welche Ausbildungsinhalte in welchem Lehrjahr vermittelt werden sollen.

Mögliche Überlegungen:

  • Wer bildet den Lehrling aus? Wird es einen Ausbilder bzw. eine Ausbilderin geben oder mehrere?
  • Wer ist die erste Ansprechperson für den Lehrling? An wen kann sich Ihr Lehrling wenden, wenn er/sie Probleme hat?
  • Wie kann der Lehrling den Betrieb am besten kennenlernen?
  • Wann wird dem Lehrling was vermittelt?

Jobrotation:
Planen Sie einen regelmäßigen Wechsel der Aufgabenbereiche und/oder Abteilungen ein.

  • Wo (in welcher Filiale, in welcher Abteilung etc.) beginnt der Lehrling seine Ausbildung?
  • Wie lange bleibt der Lehrling in einer Abteilung? (Rotationsplan erstellen)
  • Wer ist wann für den Lehrling zuständig?

TIPP: Für zentrale Berufe gibt es Ausbildungsleitfäden, die Sie bei der Planung und Umsetzung der Ausbildung im Betrieb unterstützen.

Best Practice: Einen Ausbildungsplan erstellen

Beispiele und Tipps aus der Ausbildungspraxis

> Verschiedene Ausbildungsmethoden einsetzen

  • Erklären und zeigen Sie Tätigkeiten vor und lassen Sie Ihren Lehrling diese nachmachen und üben.
  • Übergeben Sie dem Lehrling Arbeiten/Aufgaben, die er/sie selbstständig durchführen kann.
  • Binden Sie den Lehrling in betriebliche Abläufe ein.
  • Schaffen Sie praktische Übungsmöglichkeiten im Betrieb.
  • Nutzen Sie Modelle oder Unterlagen wie Checklisten und Handouts für die Ausbildung.
  • Lassen Sie die Lehrlinge voneinander lernen: z. B. ein Lehrling erklärt ein Thema/Produkt im Rahmen von regelmäßigen Lehrlingstreffen oder bei Morgenbesprechungen.
  • Setzen Sie andere Ausbildungsmethoden ein, zum Beispiel Lehrlingsprojekte oder E-Learning.

Best Practice: Verschiedene Ausbildungsmethoden einsetzen

Beispiele und Tipps aus der Ausbildungspraxis

Best Practice: Lehrlingsprojekte

Beispiele und Tipps aus der Ausbildungspraxis

> Die Ausbildung dokumentieren

  • Unterzeichnen Sie einzelne Berufsbildpositionen im Ausbildungsplan oder haken Sie diese ab.
  • In einer Ausbildungsdokumentation kann alles eingetragen werden, was bereits gelernt wurde (elektronisch oder händisch).
  • Auch die Lehrlingsmappe kann genutzt werden, um die Ausbildung zu dokumentieren, z.B. in Form eines Ausbildungstagebuchs, das beispielsweise einmal pro Woche ausgefüllt werden muss.

Best Practice: Die Ausbildung dokumentieren

Beispiele und Tipps aus der Ausbildungspraxis

> Ausbildungsfortschritte feststellen

  • Beobachten Sie den Lehrling während der Arbeit.
  • Stellen sie während der Arbeit ergänzende Fragen, z. B.: "Was würdest du machen, wenn... passiert?" "Warum machst du das so?" "Geht es auch anders, welche Alternativen bieten sich an?"
  • Geben Sie Arbeitsaufträge und bewerten Sie Arbeitsproben.
  • Bewerten und besprechen Sie abgeschlossene Arbeitsaufträge.
  • Holen Sie Feedback von Ausbildern, Kollegen und eventuell auch von Kunden ein.
  • Kontrollieren und besprechen Sie die Ausbildungsdokumentation.
  • Führen Sie Tests mit praxisnahen Aufgaben durch.

Best Practice: Ausbildungsfortschritte feststellen

Beispiele und Tipps aus der Ausbildungspraxis

> Zusätzliche Ausbildungsangebote setzen

  • Ausflüge und Besichtigungen bei denen etwas über die Branche, das Unternehmen, Produktionsabläufe oder Produkte gelernt werden kann.
  • Workshops und Lehrlingsunterricht zu speziellen Themen.
  • Nachhilfeunterricht bei Schwächen im Pflichtschulbereich oder einzelnen Unterrichtsfächern der Berufsschule

Best Practice: Zusätzliche Ausbildungsangebote setzen

Beispiele und Tipps aus der Ausbildungspraxis